Stand & Ausrichtung

Eine neutrale, natürliche Griffhaltung sollten Sie anhand der Tipps zur Griffhaltung und den verschiedenen Griffarten nun einnehmen können. Dann lassen Sie uns den nächsten Schritt zur perfekten Technik angehen. Um auf Dauer erfolgreich putten zu können, bedarf es eines weiteren wichtigen Faktors – dem sogenannten Setup. Die Bezeichnung Setup beinhaltet sowohl den Stand des Golfers sowie die Ausrichtung seines Körpers.

Die Fußstellung

Wie auch bei der Griffhaltung greift hier das Prinzip der Natürlichkeit. Ziel eines guten Standes ist es, eine angenehme, ausbalancierte und wiederholbare Position einzunehmen, die möglichst wenig Vorspannung in unserer Muskulatur erzeugt. Wir wissen ja bereits, dass kontrahierte oder verkrampfte Muskeln die Hauptursache für Fehler im Golf als auch insbesondere beim Putten darstellen. Sie sollten also über einem Putt genauso bequem und entspannt stehen, als würden Sie sich mit jemandem unterhalten. Nehmen Sie eine etwa schulterbreite Fußstellung möglichst parallel zur Ziellinie ein, wobei Ihre Hüfte ebenfalls parallel zu derselben stehen sollte. Die Beine sind aufrecht bis leicht gestreckt.

Von allen Kriterien, die ein korrektes Setup erfordert bietet die Stellung der Füße den größten Spielraum für Individualiät. Solange sich Hüfte, Schultern, Arme und Hände in der korrekten Position befinden, ist gegen eine abweichende Fußstellung nichts einzuwenden. Eventuell ist Ihnen der PGA Tour Pro Briny Baird ein Begriff, der wohl eine der außergewöhnlichsten Fußstellungen der Tour besitzt. Seine Füße befinden sich beim Ansprechen hintereinander, wobei der linke Fuß näher zum Ball platziert ist. Trotz dieser andersartigen Stellung seiner Füße bleibt seine Hüfte aber stets gerade.

Position von Hüfte und Oberkörper

Ein über die Hüftknochen gelegter Schläger sollte parallel zur Ziellinie zeigen. Beugen Sie Ihren Oberkörper im Hüftgelenk so weit nach vorne, dass Ihre Hände locker unter Ihren Schultern hängen können. Mit einem möglichst geraden Rücken sollten Sie dabei Ihr Gewicht aber immer gleichmäßig auf beiden Füßen verteilt haben, sowohl nach vorne und hinten, als auch nach links und rechts. Diese ausbalancierte Standposition wird ein optimales Fundament für präzise, konstante Putts ergeben.

Position der Unterarme, Arme und Schultern

Ein gutes Setup gepaart mit einer perfekten Griffhaltung bringt Ihre Arme, Unterarme, Hände und Schultern in die bestmögliche Ausgangsposition. Die besten Puttergebnisse lassen sich erzielen, wenn Arme, Unterarme und Schultern parallel zur prognostizierten Ziellinie ausgerichtet werden. Um eine Putt-Bewegung reproduzierbar abrufen zu können, sollten Ihre Arme locker nach untern und Ihre Hände unterhalb Ihrer Schultern hängen. Auf diese Weise wird eine Art Pendelbewegung provoziert. Durch die Reduzierung der Handgelenksaktionen werden Sie auf diese Weise eine stabile Schwungbewegung ausführen können. Die eigentliche Schwungbewegung wird Ihren Impuls -wie wir später noch erfahren werden- aus den Schultern erhalten.

Position des Kopfes

Jahrelang wurde von fast allen namhaften Putt-Gurus diegleiche Kopfstellung gelehrt. Dabei sollten Sie so über dem Ball stehen, dass ein unter Ihrem linken Auge fallengelassener Ball direkt auf dem zu spielenden Ball treffen sollte. Ihre linkes Auge sollte sich also direkt über dem Ball befinden. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse widerlegen diese Annahme aber. Bei der Untersuchung von Kopfstellungen von Tour-Pros wurde festgestellt, dass die meisten sehr guten Putter Ihr linkes Auge ca. ein inch (2,54 cm) innerhalb der eigentlichen Ziellinie platzieren. Außerdem konnte man nachweisen, dass die gleichen Spieler Ihr linkes Auge auch ca. ein inch rechts über dem zu spielenden Ball haben, was Sie die genaue Linie besser visualisieren lässt.

Prägen Sie sich die genannten Kriterien gut ein und vor allem trainieren Sie diese regelmäßig. Nur minimale Abweichungen produzieren ungewollte Ausgleichsbewegungen im Schwung. Diese werden sich negativ auf Ihre Putt-Performance auswirken. Egal für welche Variante Sie sich auch entscheiden mögen, stellen Sie sicher, dass Sie ein und diesselbe Position immer wieder einnehmen. Selbst Tour Pros arbeiten ständig an den fundamentalen Dingen wie Stand und Ausrichtung.