Inside to In Schwungbahn

Beim zuvor vorgestellten Inline Schwung liegt das Hauptaugenmerk auf einer geradlinigen Bewegung des Putterkopfes ohne Schlagflächenrotation. Einen anderen ebenfalls erfolgreichen Ansatz verfolgt der sogenannte Inside to in Schwung im Putting Game.

Prinzip des Inside to In Schwunges

Alle Schläge im Golf besitzen eine rotatorische Bewegung um die Körperachse. Beim Drive z.B. dreht sich der Schultergürtel um die Wirbelsäule auf, kreiert entgegen der Hüfte jede Menge Spannung, die dann zum Treffmoment hin entladen wird und am Ende der Drehbewegung in einem stabilen Finish endet.

Nachdem ein Golfball nicht, von hinter dem Ball stehend, linear in Richtung Ziel befördert wird, sondern das Treffen des Balles von der Seite – quasi im rechten Winkel zur Ziellinie – erzwungen wird, muss ein Schwung zwangsläufig eine natürliche Rotationskomponente enthalten.

So funktioniert’s

  • Ausholbewegung auf Kreisbahn nach hinten innen
  • Schlagfläche öffnet sich dabei leicht
  • Square Schlagfläche im Treffmoment
  • Putterkopf folgt weiter der Kreisbahn nach vorne innen
  • Schlagfläche schließt sich dabei leicht

Beim Inside to In Schwung wird die Puttbewegung als eine kleine Version des vollen Schwunges angesehen. Wie beim großen Bruder existiert auch hier eine Schulterdrehung um die Wirbelsäule. Die Ausprägung der Drehung hängt dabei vom Winkel ab, den der Oberkörper ab der Hüfte einnimmt. Diese Bewegung überträgt sich auf die Schwungbahn des Putterkopfes. Er verläuft zunächst beim Ausholen auf einer leichten Kreisbahn nach hinten innen, erreicht die Ansprechposition wieder mit einer neutralen Schlagfläche und folgt schließlich dem ursprünglichen Radius nach dem Treffmoment weiter nach vorne innen.

Vorteile einer Inside to In Schwungbahn

  • folgt der natürlichen Bewegung des Körpers
  • Bewegungsablauf intuitiver
  • einfachere Distanzkontrolle bei langen Putts
  • geringerer Trainingsaufwand als der Inline Schwung

Nachteile des Inside to In Schwunges

  • weniger richtungsstabil
  • weniger fehlertolerant
  • erfordert besseres Timing

Tipp zur richtigen Putterwahl

Golfer, die eine Inside to In Schwungbahn bevorzugen, sollten bei der Auswahl eines geeigneten Putters beachten, dass die Konstruktion das Schließen der Schlagfläche zum Treffmoment hin erleichtert. Heel-Shafted Putter oder Putter mit einer Toe Lastigkeit sind außerordentlich gut geeignet für diesen natürlichen Schwung.

Folgende Spieler verwenden diese Bewegung

Tiger Woods, Phil Mickelson, Geoff Ogilvy, Justin Leonard u.v.m.