Schwunggewicht

Sicherlich haben die meisten Golfer mittlerweile schon mal vom Schwunggewicht gehört. Aber was genau ist eigentlich das Schwunggewicht und welche Bedeutung kommt dieser Spezifikation bei einem Putter zu?

Definition von Schwunggewicht

Wenn Club-Fitter und Schlägerproduzenten von Schwunggewicht sprechen, fallen meistens Werte wie D2 oder C8. Diese aus Buchstaben und Zahlen zusammengesetzten Schwunggewichts-Einheiten definieren die Verteilung des Gewichtes über den gesamten Schläger.

Das Schwunggewicht  ist das Verhältnis aus Gewicht am Kopfende eines Schlägers und dem Gewicht am Griffende.

Das Schwunggewicht ist eine statische Komponente und besitzt keine direkte Beziehung zum Gesamtgewicht eines Schlägers. Es beschreibt vielmehr, wie sich ein Schläger anfühlt. Ein Golfschläger mit hohem Schwunggewicht wird sich kopflastiger anfühlen, als ein Schläger mit niedrigem Schwunggewicht.

Üblicherweise wird das Schwunggewicht mittels einer Schwunggewichtswaage gemessen. Die Einteilung der Meßwerte reicht dabei von A0 bis G9, wobei die Höhe des Schwunggewichtes mit fortlaufenden Buchstaben und zunehmenden Zahlen steigt. Jede Kombination bezeichnet einen sogenannten Schwunggewichtspunkt. Für die meisten Eisen und Hölzer gilt ein Standard Industrie-Schwunggewicht von ca. D2 als passend für die meisten Zielgruppen. Bei Puttern ist der Schwunggewicht-Korridor unter den verschiedenen Produzenten und Modellen deutlich größer. Optimalerweise sollte das Schwunggewicht an die persönlichen Vorlieben angepasst sein und zwischen C8 und D6 liegen.

Einflußfaktoren des Schwunggewichtes

  • Länge des Schaftes
  • Gewicht des Schlägerkopfes
  • Schaftgewicht
  • Gewicht des Griffes

Haupteinflussfaktoren sind hier die Schaftlänge und das Gewicht des Schlägerkopfes. Ein kürzerer Schaft würde das Schwunggewicht z.B. senken. Ein schwererer Schlägerkopf verteilt das Gewicht mehr nach unten und erhöht somit das Schwunggewicht. Gute Schläger-Fitter wissen um diese Zusammenhänge und können mit diversen Techniken z.B. auch Schäfte kürzen ohne das Schwunggewicht zu ändern.

Bedeutung von Schwunggewicht bei Puttern

Das Ziel von optimal gefitteten Eisen und Hölzern ist ein gleichbleibendes Gefühl der Schläger während des Schwunges. Da sich Dynamik und Treffmoment beim Putten nicht mit einem vollen Schwung vergleichen lassen,  nimmt der Putter beim Thema Schwunggewicht eine gewisse Ausnahmestellung ein. Er muss nicht zwangsläufig auf den Rest des Sets abgestimmt werden.

Wie bereits erwähnt ist das optimale Schwunggewicht stark abhängig von Ihren persönlichen Präferenzen. Dennoch sollte jeder ambitionierte Golfer seinen Stroke von einem erfahrenen Putter Fitter mittels moderner Meßmethoden mit verschiedenen Puttern und unterschiedlichen Schwunggewichten messen lassen. Eine bessere Putter-Balance kann durchaus Einfluss auf Faktoren wie Rhythmus, Richtungsstabilität und Treffmoment haben.