Niedriger scoren mit weniger 3-Putts

Probleme & Lösungen am 28. Februar 2010 2 Kommentare

Wenn man Putt-Statistiken von Amateuren und Golf Pros vergleicht, wird man schnell feststellen, worin der Unterschied in der Qualität des Puttens liegt. Dave Pelz hat in Kooperation mit Shot Link die Putt-Fähigkeiten von Amateuren über mehrere Jahre akkurat aufgezeichnet, ausgewertet und denen von Professionals gegenüber gestellt.

Diese Messungen hatten zum Ergebnis, dass High-Handicap Golfer ca. 30% mehr Putts benötigen als Tour-Pros, was im Schnitt circa 8 Schläge pro Runde ausmacht.

Putts pro Runde

Eine eher geringe Differenz, wenn man bedenkt, wie viele Stunden Training Pros in ihr Putting investieren. In keiner anderen Disziplin im Golfen sind die Unterschiede zum Pro-Level so gering. Der offensichtlichste Grund dafür ist, dass man für gutes Putten, anders als ein 270 m Drive, keinerlei athletischen Fähigkeiten voraussetzt. Jeder kann ein guter Putter werden, egal ob groß oder klein, dick oder dünn.

Die oben vorgestellte Statistik ist für sich allein betrachtet jedoch nur von geringer Aussagekraft. Schließlich korreliert die Anzahl der Putts pro Runde eng mit dem Wert der getroffenen Grüns. Wer weniger Grüns trifft, mit seinem kurzen Spiel aber nah ans Loch kommt, wird natürlich weniger Putts benötigen als ein Greenhitter, der im Schnitt vielleicht 10 m von der Fahne entfernt auf dem Grün liegt. Folgendes Diagramm zeigt den Unterschied der Putts pro GiR (Green in Regulation) oder pro getroffenem Grün von Tour-Pro zu Amateur.

Putts pro GiR

Hier wird der eigentliche Unterschied zum Level eines Professionals deutlich. Ein Durchschnittsgolfer liegt für seinen ersten Putt im Vergleich zu weit entfernt vom Loch. Für den Fall, dass er diese Stelle mit einem vorherigen Chip oder Pitch erreicht hat, sollter er zwingend sein Short Game verbessern. Falls aber das Grün in Regulation getroffen wurde, liegt ein langer sogenannter Lag-Putt vor ihm. Unter Lag-Putting versteht man einen Putt, der möglichst nah ans Loch gelegt wird, ohne ihn direkt einlochen zu wollen. Ziel ist ein möglichst stressfreier zweiter Putt.

Tour-Pros benötigen 6 x weniger 3-Putts

Pros trainieren das Lag-Putting ebenso intensiv wie das Einlochen aus machbaren Entfernungen. Durch eine effektive Distanzkontrolle bei diesen Putts schaffen sie es 6-mal weniger 3-Putts zu spielen als High-Handicap Golfer.

3-Putts in Prozent

Putter-world’s Tipp für weniger 3-Putts

Trainieren Sie mindestens 1-2 mal wöchenlich für etwa eine halbe Stunde lange Putts. Beginnen Sie am besten mit Putts aus 25 Metern Entfernung. Sie werden feststellen, dass sich das Annähern aus kürzeren Distanzen durch das Üben dieser Länge automatisch verbessern wird.

Achten Sie beim Lag-Putten darauf, dass Sie für den zweiten Putt innerhalb des kritischen Radius von ca. 1 m liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie den zweiten Putt ebenfalls lochen, ist hier relativ hoch.

Mehr Übungen und Drills zum Trainieren der Distanzkontrolle finden Sie unter der Rubrik Drills & Tipps. Viel Spass beim Üben!



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2 Kommentare zu “Niedriger scoren mit weniger 3-Putts”

  1. bastian sagt:

    Don’t worry Djaba. Selbst die besten Golfer dieser Welt haben derartige Phasen. Mit den hier vorgestellten Drills und Übungen zum Lag-Putting wird sich der Durschschnitt der Putts pro Runde bei konsequentem und korrektem Training wieder bessern.

  2. Djaba sagt:

    So ein Mist. Jetzt habe ich mit aktuellem Gesamt Handicap 7,3 ein Putt Handicap von ca. 20. Hilfe

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